Tragkraftspritze mit Anhänger übergeben
Wulmersreuth: Endlich mal was Neues

 

 

WULMERSREUTH. -Ein langgehegter Wunsch ging an diesem Wochenende für die Freiwillige Feuerwehr in Erfüllung: Als Ersatz für die über 40 Jahre alte Tragkraftspritze, die zuletzt bei den Inspektionen immer wieder bemängelt worden war, konnten die Wehrmänner am Freitag eine nagelneue Tragkraftspritze TS 8/8 samt Anhänger mit kompletter feuerwehrtechnischer Ausstattung in Empfang nehmen. Begangen wurde das denkwürdige Ereignis, das letztmals 1951 vorgekommen war, mit einer kleinen Übergabefeier im Kreise der Kameraden der Weißdorfer Ortswehren und der Feuerwehrdienstgrade des Landkreises am Freitag abend sowie einer Schauübung mit Gartenfest am Samstag. Damals, im Jahre 1951, hatten die Wulmersreuther Einwohner die erste Motorspritze für ihre Feuerwehr noch selber gekauft, wie Bürgermeister Karl Baier in seinem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Wulmersreuther Wehr feststellte. Diese war am  20. März 1876 von 23 Männern gegründet worden, und es wurde eine Handdruck-Spritze angeschafft. 1965 wurde der Neubau eines Feuerwehrhauses beschlossen und bis 1972, zu großen Teil in Eigenleistung, in die Tat umgesetzt. Da nun das Geld knapp war, wurde die Anschaffung einer neuen Motorspritze wieder zurückgestellt, und in den folgenden Jahren übernahmen die Wulmersreuther die von der Weißdorfer Feuerwehr ausgemusterte Spritze und Anhänger aus dem Jahre 1955 beziehungsweise 1963. Nach dem Kreisfeuerwehrtag in Wulmersreuth 1973 wurde der Feuerschutz systematisch ausgebaut, ein Löschwasserbehälter angelegt, der Löschwasserteich entlandet und eine Sirene angeschafft.

Lange Wartezeit     Jetzt, so der Bürgermeister, sei anlässlich der Übergabe der neuen Spritze die Gelegenheit, den Wulmersreuther Feuerwehrleuten für die vielen Eigeninitiativen sowie Geduld und das Verständnis für die lange Wartezeit Dank zu sagen. Pfarrer Ernst Schülke bat um Gottes Segen für Mannschaft und Maschine und meinte, dass es für die Wulmersreuther wohl ein erhebendes Gefühl sein müsse, einmal etwas ganz neues zu bekommen. Er beglückwünsche sie aber auch dazu, dass der Feuerwehrverein in Wulmersreuth so gut beieinander ist. Kreisbrandrat Gerhard Fuchs sprach von einem Denkwürdigen Tag für die kleine Wehr, deren Geduld sich jetzt bezahlt gemacht habe. Es sei schon ein Glücksfall gewesen, das es in diesen letzten 40 Jahren im Ort keinen großen Brand gegeben habe. Jetzt müsse geübt werden, denn die neue Technik bringe nicht nur größere Leistung, sondern sei auch anders aufgebaut als die bisherige. Andreas Grune, der Repräsentant der Lieferfirma Ziegler, beglückwünschte ebenfalls die Wulmersreuther zu dem neuen Gerät und dankte für das Vertrauen, das man damit seiner Firma entgegengebracht habe. Der Weißdorfer Kommandant Rainer Schmalz überreichte dem Wulmersreuther Kommandaten Günther Greim ein Erinnerungsgeschenk aller Weißdorfer Ortswehren zu der Geräteübergabe

Sirenen heulten     Am Samstag Nachmittag heulten die Sirenen, und die Ortswehren sowie die Sparnecker Feuerwehr eilten nach Wulmersreuth zur Schauübung. Als Brandobjekt war die Maschinenhalle auf der Wulmersreuther Höhe angenommen worden, so dass vom Dorfteich und der Löschwasserstelle aus zwei Leitungen mit dazwischengeschalteten Pumpen bergauf verlegt werden mußten. Nach gut zehn Minuten schoss das Wasser aus fünf Strahlrohren auf das Brandobjekt, und nach weiteren fünf Minuten aus zwei zusätzlichen Rohren.

Quelle: Frankenpost

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